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Aus
dem "Connemara Pony Magazin 2008"
A
Starr was born!
Sunshine Neven Starr
2001:
Alles begann mit dem Gedanken, eine neue Stute für unser Gestüt zu kaufen. Unsere Suche konzentrierte sich auf Irland, und dort ganz speziell auf Nachkommen von Grey Dawn ( Tully Grey x Mountain Girl) der ganz in der Nähe von Shannon lebt. Es war nicht ganz leicht, ihn ausfindig zu machen, da er nicht sehr viele Stuten deckt.
Wir fanden dann über einige Ecken eine 3- jährige schöne Goldfalbe in Co. Mayo.
Dort ließen wir sie von dem Schimmelhengst Ardgaineen Boy ( Moy Hazy Cove x Cashel Cherry) decken. Er war auf einigen Schauen ganz erfolgreich, u.a. 3 mal in Clifden und Dublin.
2002:
Angekommen in Deutschland brachte sie dann im Juni 2002 das Hengstfohlen Sunshine Neven Starr zur Welt. Schon damals fing alles nicht ganz glücklich an, denn wir hatten zu diesem Zeitpunkt die Druse bei uns auf dem Hof, welche ja bekanntlich für Fohlen nicht ganz ungefährlich ist. Zu allem Übel bekam sie das Fohlen wirklich ohne jede vorherigen, üblichen Anzeichen, wie: Harzpfropfen, keine Lust zu Fressen, Milchfluss etc.! Kurz um: Sie bekam das Fohlen, bevor sie von der Herde auf der Weide hätte separiert werden können. Zum Glück ging alles gut, doch von da an musste er erst einmal mit seiner Mama alleine sein.
Bevor wir zu ihnen gingen, mussten wir uns auf Grund der Druse jedes Mal umziehen und desinfizieren. Hurra, man hat ja sonst nichts zu tun, aber vielleicht gerade, weil er dieser Situation ausgesetzt war, wurde er sehr menschenbezogen.
2003:
Any way, er entwickelte sich prächtig und musste sich nach dem Absetzen erst einmal mit den Junghengsten Sunshine Fallow und Fionnagan auseinandersetzen.
Nov. 2003:
Und dann passierte es! Sonja fand ihn im Zaun mit einem Hinterbein hängend.. Gott sei Dank war nicht viel Strom auf dem Draht, denn er hatte schon eine Weile so liegen müssen. Ich war natürlich, wie immer in schwierigen Situationen, auf der Arbeit. Als sie eintraf, schnitt sie den Draht sofort durch. Der Tierarzt war schon auf dem Weg, da es nicht gut aussah. Der Arzt gab ihm erst einmal eine Aufbauspritze, da er nicht mehr in der Lage war selber auf zustehen. Tiefe Wunden hatte er nicht, es waren“ nur“ Quetschungen vom Draht zu sehen. . Wochenlang kam der Tierarzt und Sonja behandelte ihn zusätzlich mit Umschlägen. Auf Grund seiner Lahmheit entwickelte sich zu allem Übel auf dem anderen Bein eine Knochenhautentzündung, die lange nicht erkannt wurde.
2004:
Es wurde nicht besser.
Daraufhin fuhren wir in eine Tierklinik, wo uns der behandelnde Professor sagte: „ Am besten bringen sie ihn gleich zum Schlachter! Der Knochen wird sich auflösen. Lebensdauer nicht länger als 1 Jahr!!!“
Eine Welt brach für uns zusammen! Wir hatten ganz andere Pläne mit ihm; Körung 2004, Nachkommen von ihm mit unseren Stuten, etc.!
Das konnte doch nicht alles gewesen sein?! Ab nach Hause mit ihm und nachdenken! Wir riefen unseren Freund Arie Neven in Irland an, der dort ein gefragter Homöopath ist. Wir behandelten ihn und es wurde besser und besser, doch eben NUR besser. An Körung also nicht zu denken. Jedoch lief er weiterhin mit den Junghengsten fröhlich auf der Wiese.
Für uns immer der schönste Anblick!
2005:
Wir überlegten, ob wir einen Probesprung beantragen sollten?! Silver Paiti of Sunshine war die auserkorene. Wie der Zufall es wollte , erzählten wir es Bettina Härtel, deren Stute Red Rose ( May Prince.........) ein Fohlen von Fedor Dun bei Fuß führte.
Nach ein paar Tagen kam Bettina vorbei, um sich Neven anzuschauen und 2 Wochen später brachte sie Red Rose mit ihrem Fohlen Forzyth zu uns.
Wir probierten sie ab, aber ein deutliches Zeichen gab sie nicht. Sonja und ich waren an diesem Abend auf einem Geburtstag im Dorf, als plötzlich ein Anruf uns erreichte: „ Könnt ihr schnell kommen? Euer Hengst ist bei der Stute und dem Fohlen!!!“
Wir liehen uns schnell ein Auto aus, da wir mit den Fahrrädern unterwegs waren, und dachten: Oh Gott, hoffentlich ist nichts passiert!
Als wir ankamen, schweißgebadet vor Aufregung, bot sich uns ein Bild des absoluten Friedens. Neven stand neben Forzyth und seiner Mutter und tat so, als wäre es nichts besonderes und überhaupt völlig normal.
Ich glaube, er wollte uns zeigen, dass er sich das genau so vorstellte. Herübergekommen ist er wohl über den Zaun, da dieser nicht beschädigt war und die anderen Junghengste noch auf der anderen Seite liefen. Er lief mit beiden ca. 8 Wochen zusammen und nachdem Red Rose nicht wieder rossig wurde, konnte sie dann auch wieder nach Hause. Hoffentlich tragend. Neven war zu beiden sehr zärtlich und auf Forzyth passte er besonders auf. Forzyth blieb übrigens bis November 2006 in unserer Hengstherde.
2006:
Den Winter über lief er etwas schlechter, da der Boden teilweise sehr hart gefroren war. Im Mai deckte er Clonoolia Jane, die wir Amber nennen, und am 24.05.2006 wurde sein erstes Fohlen geboren. Ein Schimmelchen namens Sunshine Neven´s Bono.
Anfang Juni kam dann das zweite Fohlen bei Bettina zur Welt: Nigel Starr. Ebenfalls ein Hengstfohlen und zu dem noch ein wunderschöner Goldfalbe.
Bettina und wir hatten die Idee beide Fohlen in Wickrath beim Nachnenntermin zu zeigen, da beide etwas spät geboren wurden.
Gesagt-getan.
Nigel Starr wurde von fünf Connemara- Fohlen das Siegerfohlen und auch Bono bekam eine Silbermedallie. Wir waren überglücklich, denn es hätte auch schlechter laufen können.
2007:
Im Februar sprach ich noch einmal mit unserem zuständigen Zuchtleiter. Ich fragte noch mal an, ob wir Neven trotz seiner Verletzung ins Hengstbuch 2 eintragen lassen könnten. Ein Tag später kam die positive Antwort.
Ab jetzt kann er Fremdstuten decken, die Fohlen werden mit vollen Papieren als Connemaras eingetragen, also wie bei Hengsten aus dem Hengstbuch 1 auch. Ebenso führen wir ihm natürlich unsere Stuten zu.
Amber brachte am 19. Mai ein sehr typvolles braunes Hengstfohlen zur Welt: Sunshine Nathan Starr.
Auch mit ihm sind wir sehr zufrieden und bereuen keinesfalls unsere Bemühungen und Entscheidungen und haben sie auch gleich wieder von ihm decken lassen.
Im Juni kam dann die StPrSt Sunshine Pretty Finola zu uns, die auf dem Gut Hospelt, das ist in der Nähe von Bad Münstereifel und bei der Familie Manheller ihr Gras frisst, zu uns. Wir hoffen, dass auch sie tragend von ihm wird.
2008:
Wir machen weiterhin mit ihm Bodenarbeit, denn er schreit förmlich danach. Im Schritt kann er problemlos geritten werden. Ja selbst ich habe mich von ihm durch den Roundpen schaukeln lassen. Und das will was heißen.
Solange er weiterhin mit seinen Junghengsten spielt, sie liebevoll erzieht, auf der Weide galoppiert und fröhlich aus den Augen schaut , sind auch wir glücklich, dass wir ihn haben. Auch wenn die Diagnose vor 4 Jahren so schlecht ausgesehen hat, haben wir nicht aufgegeben.
Er bekommt weiterhin sein aus Irland importiertes Seaweed , wird homöopatisch und mit Akupunktur behandelt und soll nun regelmäßig geritten werden.
Und so lange er Freude am Leben zeigt, und keine großen Schmerzen hat, darf er sein Leben genießen. Vielleicht haben wir im nächsten Jahr ja die Möglichkeit, ihn auf unserem Gestütstag zu zeigen! - Wenn alles gut geht! –
Weitere Fotos von ihm und seiner Nachzucht sind auf unserer Homepage:
www.connemara-sunshine.com zu sehen. Wer Lust hat, kann ja mal reinschauen!
Jan Hendricks
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